FAQ – Häufig gestellte Fragen

FAQ – Häufig gestellte Fragen

Für Stelleninhaber*innen von Sonderseelsorgestellen gilt auch über die Übergangsfrist zur Umsetzung des LStPl, dass die gefundene Wohnsituation solange Bestand hat, wie der/die Stelleninhaber*in die Stelle innehat und die Stelle auch im neuen LStPl Bestand hat.

Ändert sich der Aufgabenzuschnitt einer Stelle nur inhaltlich, ist kein Besetzungsverfahren nötig.

Formale Stellenveränderungen sind immer mit einem evtl. verkürzten (z.B. Ausschreibungsverzicht + formloses Bewerbung) Besetzungsverfahren verbunden.

Aus juristischer Perspektive ist dies nicht notwendig, dennoch halten die Fachreferent*innen dies für angemessen, da ja auch die erste Urkunde ausgestellt wurde. Deshalb schlagen die Fachabteilungen vor, bei allen sich ändernden Verhältnissen die Urkunden anzupassen. Die Fachabteilungen gehen mit einer entsprechenden Liste auf Abteilung F zu. Bis Oktober/November 2021 sollten alle Seelsorger*innen eine neue Urkunde erhalten.

Der Beschluss zur LStPl 2020 tritt zum 1. Juli 2021 in Kraft. Die Umsetzungsphase für die Bereiche „Dienst in Kirchengemeinden“ und „Dienst in Dekanatsbezirken“ endet grundsätzlich zum 30. Juni 2024 (Beschluss zur LStPl 2020, S. 26).

In der Regel sind theologische Stellen mit allgemeinem kirchlichen Auftrag im dekanatlichen Dienst nicht befristet.

Durch die Landesstellenplanung werden Gesamtzahl und Verteilung der theologischen und theologisch-pädagogischen Stellen (also Stellen für Pfarrer/-innen, Religionspädagogen/ -innen, Diakone/-innen, Sozialpädagogen/-innen, Absolvent/-innen biblisch-theologischer Ausbildungsstätten) sowie der A- und B-Kirchenmusiker-Stellen in den Kirchengemeinden und Dekanatsbezirken geplant. Auch Teile des landesweiten Dienstes (z.B. im Landeskirchenamt und in nachgeordneten Dienststellen und Arbeitsbereichen, vor allem Leitungs- und Referentenstellen) sind in die Landesstellenplanung einbezogen. 

Alle Stellen der Kirchengemeinden und Dekanate (z.B. Sekretärin, Hausmeister, Mesner, Verwaltungsangestellte) unterliegen nicht der Landesstellenplanung; ebenso ein Großteil der Stellen des Landesweiten Dienstes (z.B. Sekretärin, Sachbearbeitung, Hausmeister, Fahrdienst). 

 Ziel der Landesstellenplanung 2020 ist die gerechte Verteilung der personellen Ressourcen der Landeskirche aus den oben genannten Berufsgruppen in den verschiedenen Räumen. Dabei soll in die Pastorationsdichte der Landesstellenplanung 2010 als Konstante beibehalten werden. 

Die Pastorationsdichte beschreibt das Verhältnis zwischen theologischen Stellen und Gemeindegliedern in den Gemeinden und Dekanatsbezirken. ELKB-weit beträgt die Pastorationsdichte aktuell durchschnittlich 1.545 Gemeindeglieder pro theologischer Stelle. Abweichungen von diesem Durchschnittswert ergeben sich aus der Bevölkerungsdichte in der jeweiligen Region. 

Das Projekt Landesstellenplanung 2020 ist eng verbunden mit dem Projekt Profil und Konzentration (PuK). 

Die Grundfrage ist, wie der kirchliche Auftrag im konkreten Raum mit den vorhandenen Ressourcen erfüllt werden kann. Die Landesstellenplanung 2020 folgt dabei der Grundintention des PuK-Prozesses. Dabei werden in den jeweiligen Räumen sowohl das Miteinander der Berufsgruppen als auch die Immobilien, Finanzen und Verwaltungsstrukturen in die Planungen einbezogen. 

Die zentralen Faktoren für die Berechnung der Stellenkapazitäten in den Räumen sind die Anzahl der Gemeindeglieder, die Fläche und die Anzahl und Größe der Kirchengemeinden. 

Bei der Landesstellenplanung 2010 wurden verschiedene Aufgaben und Arbeitsbereiche (Haupt- und Nebenpredigtstellen, Einrichtungen, Kindertagesstätten etc.) der Kirchengemeinden erhoben und deren personeller (Zusatz-)Aufwand berechnet. Außerdem wurden spezielle Arbeitsfelder ELKB-weit (z.B. Altenheimseelsorge, Krankenhausseelsorge, Hochschul- und Studierendenarbeit etc.) zusätzlich berechnet und ausgewiesen. 

Dagegen macht die neue Formel (s.o.) keine inhaltlichen Vorgaben – außer, dass die ELKB in der Fläche präsent bleiben möchte. 

Bei der Landesstellenplanung 2020 wird die Verantwortung für die Verteilung und Profilierung der Stellen im Raum stärker auf die mittlere Ebene verlagert und die Kompetenz vor Ort genutzt. Die Setzung inhaltlicher Schwerpunkte wird nicht mehr zentral, sondern in den Räumen getroffen. 

Die Ressourcen werden nach der Leitidee des PuK-Prozesses verteilt: Zuerst kommen Auftrag und die Menschen in den Blick, danach die zur Verfügung stehenden bzw. benötigten Stellen. 

Es ist daher geplant, die Stellenanteile der einzelnen Arbeitsbereiche nicht mehr zentral vorzugeben. Damit aber wichtige kirchliche Arbeitsbereiche dabei nicht aus dem Blick geraten, werden die Dekanate gebeten, Konzeptionen zu folgenden Arbeitsbereichen zu entwickeln: Tourismus-, Krankenhausseelsorge, Hochschul- und Studierendenarbeit, Altenheimseelsorge, Jugendarbeit, Erwachsenenbildung, Kirchenmusik, Öffentlichkeitsarbeit, Diakonie. 

Diese Veränderung in der Planung folgt den Rückmeldungen der Erprobungsdekanate und der Erkenntnis, dass die Landesstellenplanung 2010 doch sehr struktur-konservative Auswirkungen hatte (Konzentration auf die einzelne Kirchengemeinde) und es keinerlei Anreiz zur übergemeindlichen Zusammenarbeit gab. 

Folgende Erprobungsdekanate bilden beispielhaft die sehr unterschiedliche Struktur unserer Landeskirche ab (Diaspora/Großstadt/Land): 

  • Erlangen 
  • Fürstenfeldbruck 
  • Hesselberg-Region (Dekanate Dinkelsbühl, Feuchtwangen und Wassertrüdingen)
  • München-Ost 
  • Nürnberg-Süd
  • Passau 
  • Selb 

Diese Dekanate haben die neuen Kriterien und Spielregeln der Landesstellenplanung erprobt. Die drei großen Schritte im Erprobungsprozess waren: 

  • Erkundung der zukünftigen Aufgaben und Herausforderungen in den Räumen (Inhaltliche Schwerpunktsetzungen) 
  • Die Schwerpunkte wurden in Beziehung zu den vorhandenen Ressourcen gebracht 
  • Konkrete Szenarien der Umsetzung wurden entwickelt 

Die Ergebnisse der Erprobungsdekanate werden in der Landesstellenplanung 2020 berücksichtigt. Die Auswertungstagung fand im November 2018 statt. Die wichtigsten Ergebnisse finden Sie hier zusammengefasst. 

Die Erprobungsdekanate wurden von Gemeindeberatern/-innen der Gemeindeakademie Rummelsberg beraten und begleitet. 

Zusätzlich ist eine Komplementärberatung im Aufbau, welche die Dekanate in finanziellen Angelegenheiten, Struktur- und Immobilienfragen berät und unterstützt. 

Infos zum Zeitplan und den Beschlüssen gibt es hier.

Ansprechpartner für sämtliche Fragen rund um das Thema Landesstellenplanung 2020 finden Sie hier.